{"id":17154,"date":"2022-06-13T17:03:33","date_gmt":"2022-06-13T17:03:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/ausstellung-gezeichnete-oberflaechen-islamische-keramik-von-mertola-und-textildesign\/"},"modified":"2022-06-13T17:03:33","modified_gmt":"2022-06-13T17:03:33","slug":"ausstellung-gezeichnete-oberflaechen-islamische-keramik-von-mertola-und-textildesign","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/ausstellung-gezeichnete-oberflaechen-islamische-keramik-von-mertola-und-textildesign\/","title":{"rendered":"Ausstellung &#8220;Gezeichnete Oberfl\u00e4chen&#8221;: Islamische Keramik von M\u00e9rtola und Textildesign"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00e9rtola Museum &#8211; Islamische Kunst &#8211; 18. Mai bis 4. September 2022<\/strong><\/p>\n<p>Die Studierenden des zweiten Studienjahres des Studiengangs Modedesign an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur der Universit\u00e4t Lissabon hatten die Aufgabe, anhand von Keramikst\u00fccken aus dem Katalog der arch\u00e4ologischen St\u00e4tte von M\u00e9rtola im Rahmen der Lehrplaneinheit Modematerialien II Textiltechnologien zu erforschen, um dann Designs auf textilen Oberfl\u00e4che zu kreieren.<br \/>\nDie Virtuosit\u00e4t des islamischen Keramikdesigns im Zwiegespr\u00e4ch mit der den gestalteten Motiven innewohnenden Symbolik wurde, gefiltert durch aktuelle Veredelungsverfahren, auf textile Oberfl\u00e4chen \u00fcbertragen. Es wurden gef\u00e4rbte und gepr\u00e4gte Muster entwickelt, wobei verschiedene Materialien und Techniken eingesetzt wurden, die das Schaffen von Farben und Texturen in einer westlichen Lesart einer grafischen Darstellung der althergebrachten und islamischen Kultur beeinflussten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in einigen F\u00e4llen die Form der Werkst\u00fccke und das Design der Keramik hervorstechen und in anderen ihre Symbolik, die ebenfalls Gegenstand der Untersuchung ist.<br \/>\nAls kulturelle und identit\u00e4tsstiftende Neuinterpretation ist das Design aus sozialer Sicht nachhaltig, indem es den Blick auf die Vergangenheit bewahrt und sich auf verst\u00e4ndliche lokale Inspirationen st\u00fctzt; es ist aber auch aus \u00f6kologischer Sicht nachhaltig, indem es die Vorteile nat\u00fcrlicher Farbstoffe oder digitaler Druckverfahren nutzt, welche umweltfreundlicher sind. Andere, die sich mit den besonderen Effekten von Materialien besch\u00e4ftigten, die auf Reize reagieren, er\u00f6ffnen eine zweite Lesart, welche neue Blicke auf sich ziehen und das Gewissen wachr\u00fctteln kann.<br \/>\nEs ist diese Mischung aus kreativen Anpassungen mit technischen Prozessen und Umdeutung, die das Design so bereichert und ihm die M\u00f6glichkeit, sich immer wieder zu erneuern, verschaffen. Das Museumszentrum f\u00fcr islamische Kunst, das als Inspirationsquelle f\u00fcr den kreativen Prozess diente, ist heute ein Ort, an dem die Art und Weise hinterfragt wird, wie die Antike durch das Textildesign in die heutige Zeit gebracht wird. In diesem Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, mit einem Blick in die Zukunft, werden im 1. Stock des Museums Textilmuster ausgestellt, die vornehmlich durch manuelle Verfahren hergestellt wurden, insgesamt 160 Werke, die in 5 Bereiche unterteilt sind: Figurative Muster, bestehend aus etwa 100 Werken, 2\/3 der Sammlung; abstrakt Muster; Wende-Muster; technologische Muster, die durch digitale Verfahren wie Sublimation, Digitaldruck, Laserschneiden und Laserabrieb hergestellt wurden; dynamische Muster, mit Spezialeffekten wie photochromen, photolumineszenten oder reflektierenden Elementen, ferner wurde ein e-Textil hergestellt..<br \/>\nDie Ausstellung, die vom 18. Mai bis zum 4. September 2022 zu sehen ist, wird von dem Projekt DAS K\u00dcNFTIGE LAND ENTWERFEN flankiert, das darauf abzielt, ein nachhaltiges Designmodell im Bereich der slow fashion umzusetzen, um so ein Modelabel zu schaffen, das auf der lokalen Kultur und dem Erbe von M\u00e9rtola basiert und positive Auswirkungen auf die Bereiche Gesundheit, Soziales, Wirtschaft und Umwelt hat. Diesbez\u00fcglich wird durch den Beitrag der Studierenden der Transfer von st\u00e4dtischem\/l\u00e4ndlichem Wissen im Bereich des Designs konkretisiert. Das Projekt wird von ASSOCIA\u00c7\u00c3O VIA CRIATIVA &#8211; Design f\u00fcr lokale Entwicklung gef\u00f6rdert, mit der Gemeinde M\u00e9rtola und der Untergemeinde Alcaria Ruiva als Hauptpartner. Es wird durch das 2020 gestartete PROGRAMM BAIRROS SAUD\u00c1VEIS (gesunde Ortsviertel) unterst\u00fctzt, eine von der portugiesischen Regierung gef\u00f6rderte partizipative Initiative zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t in benachteiligten Gebieten. <\/p>\n<p><strong>Impressum:<\/strong><br \/>\nKuratoren: Alexandra Cabral und Hugo Queir\u00f3s<br \/>\nProduktion: Hugo Queir\u00f3s, Alexandra Cabral, Maks Tatiana und Margarida Palma<br \/>\nOrganisation: Associa\u00e7\u00e3o Via Criativa &#8211; Design para o Desenvolvimento Local<br \/>\nZusammenarbeit: Studierende des Fachs Modestoffe II des 2. Studienjahres des Studiengangs Modedesign<br \/>\n(Fakult\u00e4t f\u00fcr Architekturtura der Universit\u00e4t von Lissabon)<br \/>\nPartnerschaft: Stadtverwaltung M\u00e9rtola\/Museum M\u00e9rtola &#8211; Islamische Kunst<br \/>\nUnterst\u00fctzung: Programm \u201eBairros Saud\u00e1veis&#8221; &#8211; Portugiesische Regierung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Studierenden des zweiten Studienjahres des Studiengangs Modedesign an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur der Universit\u00e4t Lissabon hatten die Aufgabe, anhand von Keramikst\u00fccken aus dem Katalog der arch\u00e4ologischen St\u00e4tte von M\u00e9rtola im Rahmen der Lehrplaneinheit Modematerialien II Textiltechnologien zu erforschen, um dann Designs auf textilen Oberfl\u00e4che zu kreieren. <a class=\"continue\" href=\"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/ausstellung-gezeichnete-oberflaechen-islamische-keramik-von-mertola-und-textildesign\/\">Ler mais<span> Ausstellung &#8220;Gezeichnete Oberfl\u00e4chen&#8221;: Islamische Keramik von M\u00e9rtola und Textildesign<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":17045,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[133],"tags":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17154"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17154\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17045"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}