{"id":16189,"date":"2022-03-21T16:07:36","date_gmt":"2022-03-21T16:07:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/eine-scheibenfoermige-stele-aus-dem-bestand-des-museums-von-mertola\/"},"modified":"2022-03-21T16:07:36","modified_gmt":"2022-03-21T16:07:36","slug":"eine-scheibenfoermige-stele-aus-dem-bestand-des-museums-von-mertola","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/eine-scheibenfoermige-stele-aus-dem-bestand-des-museums-von-mertola\/","title":{"rendered":"Eine scheibenf\u00f6rmige Stele aus dem Bestand des Museums von M\u00e9rtola"},"content":{"rendered":"<p>Eine scheibenf\u00f6rmige Stele aus dem Bestand des Museums von M\u00e9rtola<br \/>\nMiguel Serra<br \/>\nArch\u00e4ologe\/Referendar der Stadtverwaltung Serpa\/CEAACP<\/p>\n<p>Die Mutterkirche\/Moschee von M\u00e9rtola wurde in den 1940er Jahren des 20. Jahrhunderts Restaurierungsarbeiten unterzogen, die es erm\u00f6glichten, die gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen nachzuvollziehen, die an diesem Ort stattgefunden hatten. Die damals durchgef\u00fchrten Abrisse brachten eine Reihe von umgewidmeten Elementen zu Tage, wie zum Beispiel r\u00f6mische Grabsteine und mittelalterliche Grabstelen, die ein beredtes Zeugnis f\u00fcr die st\u00e4ndig stattgefundenen Ver\u00e4nderungen darstellen.<br \/>\nVon der kleinen Gruppe von f\u00fcnf scheibenf\u00f6rmigen Stelen oder Grabsteinen, die generisch dem christlichen Mittelalter zugerechnet werden k\u00f6nnen, geb\u00fchrt es, einen besonders hervorheben.<br \/>\nEs handelt sich um eine Stele mit einem kreuzf\u00f6rmigen Motiv auf der Vorderseite und einem kreisf\u00f6rmigen Motiv auf der R\u00fcckseite, mit einem scheibenf\u00f6rmigen oberen Teil und einem \u00e4hrenf\u00f6rmigen unteren Teil zur Verankerung im Boden.<br \/>\nSie ist vollst\u00e4ndig und zudem in einem relativ guten Zustand erhalten. Lediglich an der Oberseite der Einfassung, die ein kreuzf\u00f6rmiges Motiv zeigt, gibt es einige L\u00fccken durch Abplatzungen sowie einige M\u00f6rtelreste, die wom\u00f6glich von ihrer Wiederverwendung als Baumaterial herr\u00fchren.<br \/>\nSie wurde aus einem Marmorblock gefertigt und tr\u00e4gt auf einer Seite ein griechisches Kreuz mit gekreuzten Armen und einem radial eingravierten Rand. Auf der anderen Seite hat sie zwei konzentrische Motive, wobei das innere von einem eingravierten Kreis und das \u00e4u\u00dfere von einer abgesenkten runden Krone eingefasst wird. Sie ist das einzige in Portugal gefundene Exemplar mit solchen Merkmalen.<br \/>\nDie Tatsache, dass sie im Bauwerk der Mutterkirche von M\u00e9rtola wiederverwendet wurde, erm\u00f6glicht es nicht, ihre Provenienz mit Sicherheit zu best\u00e4tigen, aber es ist durchaus m\u00f6glich, dass sie Teil der christlichen Nekropole aus dem 14.\/15. Jahrhundert in der Umgebung der Kirche war, die sp\u00e4ter entweiht wurde und deren Grabk\u00f6pfe bei Umbauarbeiten als Baumaterial dienten.<br \/>\nDie Stele befindet sich heute im N\u00facleo Museol\u00f3gico da Igreja Matriz de M\u00e9rtola (Museumszentrum der Mutterkirche von M\u00e9rtola) zusammen mit anderen Exemplaren unterschiedlicher Art, welche von der ungeheuren Vielfalt der Grabsteine im Gebiet von M\u00e9rtola zeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mutterkirche\/Moschee von M\u00e9rtola wurde in den 1940er Jahren des 20. Jahrhunderts Restaurierungsarbeiten unterzogen, die es erm\u00f6glichten, die gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen nachzuvollziehen, die an diesem Ort stattgefunden hatten. 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