{"id":15714,"date":"2021-10-13T14:43:23","date_gmt":"2021-10-13T14:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/die-burg-von-mertola-nationaler-tag-der-burgen-und-schloesser-7-oktober-2021\/"},"modified":"2021-10-13T14:43:23","modified_gmt":"2021-10-13T14:43:23","slug":"die-burg-von-mertola-nationaler-tag-der-burgen-und-schloesser-7-oktober-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.museudemertola.pt\/de\/die-burg-von-mertola-nationaler-tag-der-burgen-und-schloesser-7-oktober-2021\/","title":{"rendered":"Die Burg von M\u00e9rtola  Nationaler Tag der Burgen und Schl\u00f6sser &#8211; 7. Oktober 2021"},"content":{"rendered":"<p>Die Burg von M\u00e9rtola<br \/>\nNationaler Tag der Burgen und Schl\u00f6sser &#8211; 7. Oktober 2021<\/p>\n<p>Auf dem Gipfel eines langgestreckten und steilen H\u00fcgels gelegen und durch einen beeindruckenden Mauerring eingehegt, der das Stadtgebiet bis zum Fluss Guadiana umschlie\u00dft, bot die Burg von M\u00e9rtola besonders gute Bedingungen f\u00fcr die Verteidigung und \u00dcberwachung des umliegenden Gebiets. Zeitlich folgt sie den fr\u00fcheren Festungsbauten in einer strukturellen, nicht genau zu umrei\u00dfenden Weiterentwicklung, die chronologisch von der Eisenzeit bis zur Almohaden-Festung reicht, welche 1238 von den Rittern von Santiago erobert wurde.<br \/>\nIn der Anlage und der trapezf\u00f6rmigen Gestaltung der Festung, die m\u00f6glicherweise auf das 9. Jahrhundert zur\u00fcckgeht, als Abd al-Malik Abil-Gawwad M\u00e9rtola in Beschlag nahm, sind deutliche Spuren und Einfl\u00fcsse aus der islamischen Zeit zu erkennen, sowie die Ausformung eines von T\u00fcrmchen flankierten Tors und eines ellbogenf\u00f6rmigen Zugangs, die wahrscheinlich in der Almohaden-Zeit anno 1171 entwickelt wurde, wie die Zeugnisse \u00fcber die vom Kalifen Abou Ya&#8217;qub Yusuf gef\u00f6rderte Aufstockung der Burg nahelegen..<br \/>\nIn der Almohaden-Festung lie\u00dfen sich die Santiago-Ritter unter Paio Peres Correia im Zuge der Eroberung der Stadt im Jahr 1238 nieder. Von den Anpassungen und Umgestaltungen, die sie vornahmen, um die Anlage an ihre religi\u00f6sen und milit\u00e4rischen Bed\u00fcrfnisse und Verpflichtungen anzupassen, namentlich den Bau ihres Klosters, sind keine Spuren mehr zur\u00fcckgeblieben.<br \/>\nObgleich fr\u00fchere Strukturen und Elemente wiederverwendet wurden, handelt es sich bei der heutigen Burg um ein Geb\u00e4ude mit gotischer Morphologie, das 1292 als erster Sitz des portugiesischen Zweigs des Santiago-Ordens und als symbolische Residenz seines ersten Meisters, Jo\u00e3o Fernandes, ehemaliger Oberkommandeur von M\u00e9rtola, errichtet wurde. Die Burg, die Teil der von K\u00f6nig Dinis gef\u00f6rderten Reform der Burgen in der Grenzregion ist, weist einen trapezf\u00f6rmigen Grundriss mit breiten und hohen Mauern auf, deren Ecken durch T\u00fcrme verst\u00e4rkt sind. Aus diesem Gesamtbild ragen der m\u00e4chtige Bergfried (etwa 27 Meter hoch) und die den Eingang sch\u00fctzende Bastion heraus. Auf dem Gel\u00e4nde befanden sich neben dem Ordenskonvent verschiedene Geb\u00e4ude mit unterschiedlichen Funktionen (Zisterne, Kaserne, Stall, K\u00fcche usw.), von denen nur noch wenig erhalten ist.<br \/>\nDie Burg von M\u00e9rtola begleitete aufgrund ihrer strategischen Lage (Flussverbindung zur K\u00fcste) bis in die 1930er Jahre die H\u00f6hen und Tiefen der milit\u00e4rischen Verteidigung des K\u00f6nigreichs und ist eine der am l\u00e4ngsten in Betrieb befindlichen Festungsanlagen der portugiesischen Milit\u00e4rgeschichte.<br \/>\nEnde des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts wurden eine imposante Festung und eine heute verschwundene Kapelle gebaut, die Zisterne wurde vergr\u00f6\u00dfert und eine Bastion errichtet, die als Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die Anpassungen dient, die die Burg w\u00e4hrend des \u00dcbergangs vom Mittelalter zur Neuzeit erfuhr. W\u00e4hrend der langen Restaurationskriege (1640-1658), in denen das Einzugsgebiet des Guadiana ein st\u00e4ndiger Schauplatz von Konflikten war, wurden die Mauern wieder aufgebaut, Kasernen errichtet und, anstatt moderne W\u00e4lle zu bauen, T\u00fcrme und Zinnen abgerissen, um Plattformen f\u00fcr die Artillerie zu schaffen. Seitdem und bis zum Beginn der Neuzeit wechselten sich Phasen der Besetzung, in denen das Geb\u00e4ude instandgesetzt wurde und als Kaserne und \u00dcberwachungsposten diente, mit Phasen der Vernachl\u00e4ssigung und des Verlassens ab.<br \/>\nNach dem Verlust des milit\u00e4rischen Wertes verschlimmerte sich der Ruinenzustand noch, aus dem sie durch verschiedene Baukampagnen (zwischen 1950 und dem Beginn des 21. Jahrhunderts) gerettet wurde, die die Wiederherstellung des historischen und kulturellen Ged\u00e4chtnisses und die anschlie\u00dfende Musealisierung erm\u00f6glichten. Das Museumszentrum, das im Bergfried untergebracht ist, umfasst zwei thematische Einheiten: der historische Weg und die formale Evolution der Burg (1. Etage) und die historisch-patrimoniale Beziehung zwischen M\u00e9rtola und dem Santiago-Orden (2. Etage).<br \/>\n(in, BOI\u00c7A, Joaquim M.F. und BARROS, Maria de F\u00e1tima Rombouts de, Museu de M\u00e9rtola &#8211; o Castelo, M\u00e9rtola, C\u00e2mara Municipal de M\u00e9rtola, 2013)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Gipfel eines langgestreckten und steilen H\u00fcgels gelegen und durch einen beeindruckenden Mauerring eingehegt, der das Stadtgebiet bis zum Fluss Guadiana umschlie\u00dft, bot die Burg von M\u00e9rtola besonders gute Bedingungen f\u00fcr die Verteidigung und \u00dcberwachung des umliegenden Gebiets. 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